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Das fängt ja schon gut an!

Der erste Reviertag verspricht Spannung pur: Was erwartet uns im Wald? Wie wird es in unserer Gruppe sein? Wie werden wir mit den Ausbildern zurecht kommen? Alle sind ein wenig aufgeregt, wir Kursteilnehmer, weil wir einfach neugierig auf das Abenteuer Jagdkurs sind und die Ausbilder natürlich auch. Schließlich ist ein neuer Kurs immer besonders spannend.

Auf dem Weg durchs Lehrrevier

Die Bedingungen sind vielversprechend. Am ersten Reviertag ist das Wetter perfekt. Pünktlich um 9 Uhr sind alle am Parkplatz angekommen. Rainer Braun holt uns ab, gemeinsam wandern wir durch den Wald zur Hütte. Dort werden wir gleich von der Hundemeute begrüßt, Auri, Dodo und Timmi stimmen zu einem regelrechten Begrüßungsgebell an, ohrenbetäubend, versteht sich.

Die jagdliche Praxis beginnt mit einem Rundgang durch's Revier. Ein dreiviertel Jahr lang wird das Lehrrevier jetzt unsere jagdliche Heimat sein. Wir starten beim Geräte-Schuppen und beim Holzlager.

Los geht'san der Faulenzer-Kanzel

Dann geht's auf dem Pirschweg hinein in den Wald. Erster Stopp: die Faulenzer-Kanzel. Wir erfahren, wann der Jäger eine Kanzel baut und wo eine offene Leiter die bessere Lösung ist. Wir sehen die ersten Schussschneisen und erkennen schnell, welche Rolle die Windrichtung für eine erfolgreiche Jagd spielt. Entlang einem Wildacker finden wir Wechsel, manche sind schon fast eine Autobahn. Der Weg führt vorbei am Luderplatz zur Fütterung und zur Wildacker-Demofläche, auf der verschiedene Wildacker-Mischungen vorgestellt werden.

Ausgrasen der HolmeEntfernung schätzen

Der nächste Halt: die Römer-West-Kanzel: Dort heißt es erst einmal ausgrasen. Die Platten, auf denen die Holme stehen, sind völlig eingewachsen. Wir schneiden sie fein säuberlich aus, damit die Holme nicht so schnell faulen.
Während die einen mit der Sichel hantieren, üben sich die anderen beim Einschätzen von Entfernungen. Der Blick gegenüber auf die Salzlecke eignet sich dafür besonders gut.   

Am Rande des Einstands machen wir halt.

ein ErstlingsgehörnEntwicklung eines Rehgehörns

Dann geht's sozusagen ins Eingemachte. Wir pirschen am Rande eines Einstands entlang und finden wieder zahlreiche Wechsel. Rainer Braun packt seinen Rucksack aus und holt eine Reihe von Gehörnen heraus: im Bast, gefegt, und so, wie wir sie alle kennen. 

Fegestelle

Fegerl an Douglasieauf der Leiter

Am nächsten Halt finden wir Fegestellen vom vergangenen Frühjahr. Die frisch gepflanzten Douglasien sind bei den Rehböcken besonders beliebt. Deshalb sind sie hier jetzt alle geschützt und ein Sitz soll verhindern, dass größere Schäden entstehen. Selbstverständlich klettern alle einmal auf den Sitz und geniesen den Blick in den Hochwald. Das fühlt sich gut an.

an der Salzlecke

Schließlich wandern wir noch zur Salzlecke und durch die Verjüngung, wo wir Fichten und Tannen finden und hier und da auch eine Kiefer.

verdiente Mittagspause

Nach drei Stunden Marsch, haben wir die Mittagspause in der Sonne wirklich verdient.

Am Nachmittag ist Action angesagt: Die so genannten Nagelübungen stehen auf dem Programm. Doch von Nageln ist zunächst gar keine Rede. Wir schleppen lange Stangen auf den Werkplatz und beginnen mit dem Entrinden. Ganz schön mühsam, wenn das Holz trocken ist. Aber wir sind richtig gut und am Ende liegen lauter perfekte weiße Stangen auf dem Platz. Jetzt kommen die Handsägen zum Einsatz. Aus den Stangen werden Sprossen für künftige Ansitzleitern produziert.

Entrinden der StangenSo geht's auch

ganz schön mühevollfast fertig

Doch mit dem Sägen allein ist es nicht getan. Die schwierigste Arbeit ist das Abplatten, rechts und links. Da ist viel Fingerspitzengefühl gefragt. Denn schließlich müssen beide Seiten auf der gleichen Höhe sein. Ganz schön knifflig, aber wir meistern das perfekt.

Jetzt ist abplatten angesagt

Schließlich steht noch ein wenig Waffenkunde auf dem Programm. Nils ruft die Runde zusammen und macht uns mit dem späteren Handwerkszeug des Jägers, der Schusswaffe bekannt. Sicherheit steht dabei an erster Stelle. Aber ein paar coole Sprüche nehmen uns die Angst.

Nils macht noch ein wenig Waffenkunde


Was, schon Zeit zum Heimgehen? Die Stunden sind wie im Flug vergangen.