Auch das gehört zu den Aufgaben des Jägers

Ganz unter dem Motto "Öffentlichkeitsarbeit" stand unser vorletzter Reviertag. Denn den hatten wir ganz der Pflege unserer Waldlehrfläche gewidmet. 2009 hat der Münchner Jägerverein eine Waldlehrfläche bei der St. Ulrichskapelle angelegt. Doch mit der Anlage allein ist so etwas natürlich nicht getan, die Fläche muss auch regelmäßig gepflegt werden.

Das Gras zwischen den Bäumen und Sträuchern war längst in die Höhe geschossen. Der Besuch des Lehrgartens war nur noch mit Gummistiefeln möglich, wollte man sich nicht patschnasse Füsse holen. Vieles war dürr und verunkrautet und dann war da noch die Entdeckung der letzten Woche: Ein frecher Bock hat sich unsere schönste Lärche und die größte Douglasie - unser ganzer Stolz - zum Verfegen ausgewählt. Also gings los, bewaffnet mit vielerlei Gerät: Mit Sicheln und Astschere, mit Freischneider und Rasenmäher, mit Hasendraht und Holzstangen machten wir uns über die Waldlehrfläche her.

Mit der Sichel wurde Gras und Unkraut unmittelbar um die Bäumchen herum entfernt. Damit Jürgen und Magnus mit Fadenschneider und Rasenmäher die Flächen schön kurz halten konnten.

Während die beiden wie die Weltmeister mähten, hat Wolfgang die Schilder überprüft und dürre Zweige ausgeschnitten.

Rainer war - wie üblich - fürs Grobe zuständig. Mit dem Freischneider wurden die Ränder freigekämpft, damit Licht und Luft auf unsere Fläche kommen. Nicht zuletzt natürlich auch, um die Fläche frei zu halten, wenn der freche Bock wieder auftaucht.
Dann wurden noch ein paar Bäumchen nach gepflanzt, die Tannen zum Beispiel, die waren kaum mehr zu erkennen, so wurden sie in den letzten Jahren verbissen. Außerdem neu im Sortiment: die Vogelkirsche, auch sie bekam jetzt einen Platz auf unserer Waldlehrfläche.

Um den Neuzugang vor unliebsamen Rehböcken zu schützen, wurden fleißig Schutzmanschetten gefertigt und Fegeschutz gebastelt.

Nach drei Stunden schwerer Arbeit kann sich unser Waldlehrgarten aber wirklich sehen lassen.

Jetzt fehlen nur noch die Liegestühle !

Der Wollige Schneeball (links) schiebt schon die Blüten, während nebenan gerade die ersten Blätter kommen.

Bei der Vogelbeere (links) sind sie schon da, genau so wie bei der Hainbuche (rechts)

Der Holzapfel (links) hat sich gut entwickelt und die Douglasien (rechts) werden so eingepackt bestimmt nicht mehr verfegt.

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