Auf Abenteuer im Wald

Am Montag, den 08. Juni, ging es wieder einmal recht lebhaft zu bei uns im Lehrrevier. Die Kinder vom Salberghaus in Putzbrunn sind gekommen, um Abenteuer im Wald zu erleben.

Die Kinder wissen schon was über die heimischen Wildtiere

Beinahe wäre der Kindergartentag heuer buchstäblich ins Wasser gefallen. Am Morgen regnete es noch in Strömen. Dann aber ließ der Regen nach und es hat doch noch geklappt. Ausgestattet mit Matschhosen und Gummistiefel trudelten die kleinen Gäste ein.

Erste Station: Wir studieren die Tiere, die es in unserem Wald gibt. Die großen Plakate faszinieren die Kinder. Soviel gibt es darauf zu entdecken. Sie wissen schon viel über Fuchs, Hase und Reh. und lernen jetzt auch noch Dachs und Marder kennen.

Dann gehts los, vielleicht können wir ja auch Tieren im Wald begegnen. Jetzt heißt es Augen auf, wenn wir Glück haben, finden wir ein Versteck.

Aufpassen muss man auch auf dem schmalen Pirschweg. Überall sind Wurzeln und Unebenheiten, über die man leicht stolpern kann. Doch das Moos ist weich wie ein Teppich.

Julia hat es als erste entdeckt. Auf der Fichte links sitzt ein Eichhörnchen. Es hält mit seinen Pfoten einen Fichtenzapfen. Revierinhaber Rainer Braun erklärt den Kindern, was das Eichhörnchen sonst noch alles frisst.
Schräg gegenüber sitzen zwei Murmeltiere vor Ihrem Bau. Das war nicht schwer zu finden. Die Kinder wissen auch, dass Murmeltiere in Wirklichkeit in den Bergen zuhause sind.

Jetzt sind wir im Kindergarten für Bäume angekommen. Auf dem Boden bestaunen wir die vielen kleinen Sämlinge. Es ist gar nicht so schwer Fichten und Tannen zu unterscheiden, jedenfalls nicht, wenn sie noch ganz klein sind. Die Tannen sind ganz weich und auf der Rückseite hellgrau, die Fichten aber sind ziemlich stachelig.
Kaum vorstellbar, dass aus den winzig kleinen Sämlingen mal mächtige Bäume werden.
Dann heißt es wieder Augen auf: Die Kinder werden losgeschickt, um Dinge zu sammeln, die nicht in den Wald gehören: eine Plastikflasche, ein Kronenkorken, ein Taschentuch, eine Plastiktüte.

Dann wird es spannend. Die kleinen Gäste dürfen auf den Hochsitz klettern. Rainer Braun erzählt, was es dort oben zu sehen gibt und mahnt noch einmal zur Vorsicht beim Aufstieg. Denn für die kleinen Beine sind die Stufen fast zu hoch.

Doch die Kinder gute Kletterer und schaffen die Sprossen spielend. Einer nach dem anderen klettert hinauf zu Rainer Braun. Dort kann man einen Blick durchs Spektiv werfen und draußen einen Rehbock stehen sehen.
Ein tolles Gefühl, so hoch oben zu sitzen und die "Welt" da unten sozusagen aus der Vogelperspektive zu betrachten.
Nach dem Hochsitz kehren wir zurück zur Hütte, nicht ohne noch bei Fuchs und Dachs, beim Specht und bei der Schleiereule vorbei zu schauen.
An der Hütte gehen alle erstmal zum Händewaschen. Dann gibts Würstl und Brezen und einen großen Schluck Wasser.
Zum Abschied bekommt jedes Kind noch ein Malbuch mit den Tieren unseres Waldes. Ein tolles Erlebnis, von dem die Kinder noch lange schwärmen.