Horn auf - blast an !

Am Donnerstag, den 17. März war es wieder so weit: In der Woche nach Fasching beginnt traditionell der neue Bläserkurs beim MJV. Treffpunkt ist die Kantine der IWIS Kettenfabrik in Sendling.
Das ist gar nicht so leicht zu finden. Aber unser Bläserobmann Horst Baumann hat beim Pförtner wieder einen Posten aufgestellt, der den Neuankömmlingen den Weg zur Eingangstür weist. Doch damit ist man noch nicht am Ziel, erst geht es noch hinauf in den zweiten Stock, ohne Aufzug, versteht sich.
Trotz strömendem Regen trudeln nach und nach alle ein. Ziemlich außer Atem aber mit viel Begeisterung sitzen 8 erwartungsvolle Kandidaten für den neuen Bläserkurs um den Tisch.

Der Münchner Jägerverein ist richtig stolz darauf, dass so viele bei uns das Jagdhorn blasen erlernen wollen, schließlich ist das Horn gelebte Jagdkultur.
Nach der Begrüßung trägt sich noch jeder in das dicke Buch von Bläserobmann Horst Baumann ein.
Dann kann es los gehen:
Gelernt wird das Blasen auf dem so genannten Fürst Pless Horn.

Fürst Pless Horn

Parforce Horn

Kaum zu glauben, aber abgewickelt wäre das Horn 1,20 Meter lang. Mit dem Fürst Pless Horn kann man maximal 7 so genannte Naturtöne blasen. In der Regel umfasst die Jagdhorn Literatur mit wenigen Ausnahmen nur 5 Töne.
Mit dem Parforce Horn schafft der Könner sogar 14 Naturtöne.

Hörner

Dann erklärt Horst Baumann, was beim Ansatz des Mundstückes notwendig ist, wie man mit der Zunge den Ton anstößt und dass man auf keinen Fall die Backen aufblasen darf.
Klingt alles recht logisch und gar nicht schwer, doch ob das Ganze auch wirklich so leicht funktioniert?
Noch schauen die Kursteilnehmer recht skeptisch.

Das können sie jetzt gleich selbst ausprobieren. Denn jetzt sind die frischgebackenen Jagdhornschüler mit dem ersten Ton dran, das heißt mit den ersten zwei Tönen: Horn auf für das tiefe c und das g.

Sitzen die Lippen richtig? Nicht zu viel Luft und weniger Druck. Dann ist er da, der Ton. Ein tolles Gefühl, es funktioniert!
Wenn man den Trick erst einmal raus hat, ist es gar nicht so schwer, dem Horn einen Ton zu entlocken. Nun muss er nur noch schön gleichmäßig klingen. Aber dazu muss man Lippen und Muskulatur erst trainieren. Für uns frischgebackenen Jagdhornbläser heißt das: Üben, üben , üben.

Die Zeit geht rasend schnell vorbei. Schon ist die erste Stunde um. Horst Baumann erklärt uns noch, die ersten Hausaufgaben und welche Literatur man sich besorgen sollte. Denn in ein paar Wochen werden alle schon die ersten Signale blasen können.

Wer will kann noch ein bisschen da bleiben und den Profis zuhören. Denn jetzt ist der Bläserchor an der Reihe. Keine Angst, auch wenn man sich das jetzt noch gar nicht vorstellen kann, es wird gar nicht so lange dauern, bis auch die Neueinsteiger zumindest annähernd so weit sind.

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