Alles fängt einmal klein an - unser Baumlehrgarten entsteht

Die Idee gibt es schon sehr lange: Wir wollen einen eigenen Baumlehrpfad im Revier anlegen mit allen gängigen heimischen Baum- und Straucharten. Ideal für die Jägerausbildung und ideal für die vielen Besucher, die in unserem Revier spazieren gehen. Was lange währt .... heißt ein Sprichwort, jedenfalls ist es nun so weit. Ein Baumlehrgarten ist entstanden. Doch fangen wir von vorne an:

Am Anfang eine leeres Feld

Am Anfang war ein Feld.
Schon bei den ersten Planungen für den neuen Baumlehrpfad haben wir uns für eine Lehrfläche entschieden. Der Platz war schnell gefunden. Gleich vorne beim Parkplatz liegt sie, zentral und gut zu erreichen. Bisher war diese Fläche nur mit Brennesseln, stumpfblättrigem Ampfer und anderen Ruderalpflanzen überwuchert. Im Frühjahr wurde sie mehrmals gefräst, um das Unkraut einigermaßen in Schach zu halten. Im Rahmen eines Reviertages sollte die Fläche dann bepflanzt werden.

Vorher allerdings mussten wir noch das Einverständnis des Eigentümers einholen. Kein Problem, Wilhelm Seerieder, der Leiter des Forstbetriebes München, findet die Idee gut und begrüßt die Maßnahme ausdrücklich.

Der Pflanztermin war uns vorgegeben. Waldbäume sollten möglichst Ende April/ Anfang Mai im Boden sein, damit die jungen Bäumchen genügend Feuchtigkeit zum Anwachsen haben.
In riesigen Papiertüten wurden die Pflanzen angeliefert. Bleibt die Frage, was ist was?

Bäume udn Sträucher

Was ist was?

ganz schön schwer

Zunächst wurden alle Bündel erst einmal ausgebreitet, um sich einen Überblick zu verschaffen. Rainer Braun hat einen Pflanzplan erarbeitet, der einem guten Waldaufbau Rechnung trägt. An den Rändern sollten die Sträucher gepflanzt werden, damit der Wind abstreichen kann, weiter drin die Bäume. Nach Absprache mit der Baumschule haben wir von jeder Art 3 Exemplare bestellt. Doch bei einigen Arten wurden gleich ganze Bündel an Stecklingen geschickt. Das hat unsere Planung ganz schön durcheinander geworfen. Aber, keine Angst, wir haben sie alle in die Erde gebracht.

Da liegen sie, die Bäumchen

der Pflanzplan

Auf gehts !

Dann wurden alle Jagdkursteilnehmer in Trupps eingeteilt. Ausgestattet mit einem Pflanzplan und einem Forstspaten konnte es losgehen.

Bei der Arbeit

Großeinsatz

Nur gut, dass bei den Bäumen und Sträuchern überall Schildchen angebracht waren, sonst hätten wir sie bestimmt nicht alle auseinander gekannt. Schließlich waren noch kaum Blätter zu entdecken.

Grabschaufel vom Forst

Fachsimpeln, die erste

Langsam entwickeln wir uns zu wahren Profis, beim Graben, beim Einsetzen und beim Aussuchen. Ralph und Isabella kennen sich besonders gut aus. Die Hunde haben selbstverständlich mit Begeisterung beim Graben geholfen.

Fachsimpeln, die zweite

ich helfe beim Graben

Alle packen kräftig mit an, von der vielen Arbeit wird es uns schnell warm.

das macht warm

der letzte Schwung Bäume

Und wie sieht's aus? Zufrieden mit der Arbeit ?

kritischer Blick

noch ein kritischer Zuschauer

Nach der Pflanzaktion werden schließlich noch verschiedene Verbiss- und Fegeschutzmaßnahmen durchgeführt. Die Pflänzchen werden besprüht, denn so frisch aus der Baumschule schmecken sie den Rehen besondern gut. Anschließend erklärt Ralph Kisslinger, gelernter Förster, Wissenswertes über den Waldaufbau und die Pflanzung. Die Brotzeit diesmal haben wir uns wirklich verdient.

Wissenswertes zumThema Waldaufbau

verdiente Brotzeit